Sieben Generationen – ein Unternehmen / Kapitel 2.

Die 1. und 2. Generation

Im Laufe des Jahres präsentieren wir Euch unter dieser Rubrik einen Überblick über die bisherigen sieben Generationen der Familie Wüsthof, welche für das Unternehmen tätig waren.

Über die frühen Wüsthofs gibt es eine Reihe von Dokumentationen. So findet man 1807 den Namen des Scherenschleifermeisters (Johann) Wilhelm Wüsthof unter anderem in der Steuerrolle der Gemeinde Höhscheid als Besitzer eines Schleifkottens am „Winsberger Bach“.

Johann Wilhelm verrichtete seine Arbeit noch als sogenannter „Heimarbeiter“ für andere Handelshäuser.
Die von ihm geschliffenen Scheren wurden anschließend anderswo fertig gestellt.

Sein Sohn Johann Abraham hingegen beschloss, die Scheren nicht mehr nur zu schleifen, sondern sie im eigenen Betrieb fertig zu machen und sie selbst zu verkaufen.
Und so heißt es im Adressbuch für das Herzogtum Berg und die Grafschaft Mark, das 1814 bei Friedrich Hyll in Barmen erschienen war, auf Seite 473:

Bürgermeisterei Höhscheid
Abr. Wüsthof, Scheerenfabrik u. Stahl- und
Eisenwaaren. Zu Weinsberg.

Man kann sich Leben und Arbeit in einem Kotten heute kaum vorstellen. Ein enger, feuchter, mit Kerzenlicht nur schwach erhellter Raum; Schleifsteine, die mit Wasserkraft aus dem aufgestauten Teich angetrieben wurden. Dazu vielleicht ein Geselle oder zwei. Und das Ganze nannte sich Fabrik. Aber aus diesen kleinsten Anfängen wuchs das Unternehmen heran, durch Arbeit, Fleiß und Sparsamkeit.

Johann Abraham war verheiratet mit Johanna Maria Meis, einer Tochter aus altem Widderter Schleifergeschlecht. Seine drei Söhne lernten alle das Scherenschleiferhandwerk. Als sich ihm 1832 die Gelegenheit bot, aus dem engen Weinsbergtal wegzuziehen und auf dem Bergrücken in Höfchen bei Widdert ein Anwesen günstig zu erwerben, griff er zu.

Johann Abrahams Arbeit bestand aus Lohnaufträgen der damals renommierten Handelshäuser im Bergischen Land. Es war üblich, die Ware mit dem Zeichen des Auftraggebers zu kennzeichnen. Eine eigene Marke bzw. einen eigenen Stempel gab es noch nicht.
Johann Abraham Wüsthof verstarb 1839. Wie sein Sohn Eduard die Firma weiterentwickelte erfahrt Ihr bald im nächsten Kapitel: „Die 3. Generation“.

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